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Wiedereröffnung des Dojo Baden

Erstellt von Heinz Walter |

Zur Einweihung des renovierten Dojo des Judoclub Baden-Wettingen fanden sich mit Ernesto Hauri, Ehrenpräsident des Schweizer Judoverbandes, Peter Walter, Ehrenpräsident des Aargauer Ju-doverbandes, Josef Andreani, Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied und Judotrainer, dem Clubpräsidenten Michael Weissbarth und seinem gesamten Vorstand sowie einer rund dreissigköpfigen Schar von Judokämpfern ein, um gemeinsam mit der Vertretung der Stadtbehörden, Herrn Jürg Wittwer, technischer Sachbearbeiter der Städtischen Abteilung Liegenschaften, das Ereignis der Renovation mit einem Apéro, einer Besichtigung der Räumlichkeiten und dem norma-len Montagstraining, zu feiern. Die letzte eigentliche Revision erfuhren die beiden Trainingsräume des Judoclub Baden-Wettingen, im Untergeschoss der Turnhalle der Bezirksschule Burghalde, im Jahr 1976, unmittelbar vor der Inbetriebnahme des ehemaligen Schwingkellers als Dojo des JCBW.

Aus der Ansprache von Michael Weissbarth ist zu entnehmen, dass man eine Woche nach der Gründung des Judoclubs im Jahr 1949 die Erlaubnis der Stadt Baden erhielt, dass der Verein im ehemaligen Schwing- und Ringerkeller ab sofort sein Training aufnehmen dürfe. Zu dieser und auch in der nächsten Zeit mussten die Judokas auf Sägemehl trainieren, das vor jedem Training mit einer Plane abgedeckt werden musste. Dieser unbefriedigende Zustand dauerte immerhin siebzehn volle Jahre an. Unter der emsigen Arbeit des Gründers, Hans Hartmann, wuchs der Verein unaufhörlich und hatte bald einmal 150 Aktivmitglieder, was sehr grosse Probleme mit dem Trainingslokal ergab. Überall trat man sich auf die Zehen.

BBC-Direktor und Judoka Walter Täuber half mit, den Stadtbehörden die Erlaubnis abzuringen, die offene Velo-Einstallhalle, angrenzend an den Schwingkeller, für den Bau eines eigentlichen Judo Dojo, teilweise mit dem Einbau einer Wand abschliessen zu dürfen. Diverse Badener Persönlich-keiten, wie Schulpflegepräsident und Apotheker Heinz Hemmi, boten dazu hilfreich die Hand. Mit Hilfe von Judoka Walter Meier's Vater, der ein Baugeschäft betrieb, wurde geplant, konstruiert und eine Umfassungsmauer erstellt, Türen und Fenster eingebaut, wasserdichte Folien auf den Boden geschweisst und darauf die Judomatten verlegt. Zur Einweihung dieses Trainingsraumes kam der japanische Botschafter eigens nach Baden um gemeinsam mit den Badener Stadtbehörden und der Schulpflege dieses auf Kosten des Vereins glänzend erstellten Dojo zu feiern.

Die räumliche Situation aus dem Jahr 1966 blieb bis heute unverändert bestehen, wobei sich aller-dings die Anforderungen und die Vorschriften des Schweizer Judoverbandes bezüglich nationalen Kämpfen und der Sicherheit mit Riesenschritten weiterbewegt haben. Das hat nun zur Folge, dass heute im Badener Dojo keine Mannschaftskämpfe mehr durchgeführt werden dürfen. Eine Tatsa-che, welche den JCBW sehr hart am Lebensnerv trifft und ihn zur Suche eines Ausweges zwingt. Eine Alternative wäre ein grösseres Trainingslokal in Baden oder die Erlaubnis, das vorhandene Dojo in der Bezirksschule Burghalde vergrössern zu dürfen, was technisch absolut möglich wäre."

Durch den Besuch des Montagstrainings konnten sich alle Anwesenden von der geglückten Reno-vation und dem Trainingsbetrieb mit rund 30 Teilnehmern überzeugen.

Heinz Walter, Judoclub Baden-Wettingen

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Wiedereröffnung des Dojo Baden
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